Westworld – Serie von HBO: Lohnt es sich die anzuschauen ?

Meine Meinung ist ja, und zwar aus folgenden 4 Hauptgründen:

Für alle die noch keine Folge gesehen haben: milde Spoiler !

 

1. Die Grundidee baut auf dem kreativen Vermächtnis von Michael Chrichton

Als jemand der immer schon viel ferngesehen hat,  ist mir der Film Westworld (1973, Drehbuch und Regie Michael Crichton) natürlich ein Begriff, da ich ihn im Laufe meiner Kindheit und Jugend gefühlte 20-30 Mal im TV gesehen habe und mir vor allem der schwarze Cowboy (genial dargestellt von Yul Brunner) im Gedächtnis geblieben ist.

Michael Crichton, ein zum Bestsellerautor mutierter  Mediziner, der 2008 leider viel zu früh aufgrund eines  Krebsleidens verstarb, ist einer meiner Lieblingsautoren. Angesteckt durch den Jurassic Park Virus, las ich innerhalb kürzester Zeit alle seine Romane und fand seinen Stil drehbuchartige Szenen mit detailreichen aber einfach beschriebenen Hintergrundinfos aus seinen Recherhen zu verschiedenen Zeitgeistthemen in Pyhsik, Chemie, Medizin und Technik zu verbinden, sehr erfrischend.

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht so gut erinnern kann ob ich die beiden Folgefilme (Futureworld – Das Land von Übermorgen, 1976 und Beyond Westworld, 1980) gesehen habe. Was ich allerdings wusste war, dass seit den 1990er Jahren  immer wieder Gerüchte durch die Welt geisterten, dass jemand ein Remake oder eine Fortsetzung des Originalfilms plante. Umso gespannter war ich natürlich, als es schließlich hieß HBO sei dabei eine Serie daraus zu machen.

 

2. Showrunner Christopher Nolan und Executive Producer J.J. Abrams

Zugegeben, für manche Zuseher mag alleine die Erwähnung von J.J. Abrams schon abschreckend sein. Obwohl ich ihm das Debakel der mehr als schlecht aufgelösten letzten Staffel der Serie Lost noch immer nicht ganz verzeihen kann, ist er für mich dennoch jemand der einfach weiß wie man Serien inszenieren muss, damit sie für den Gelegenheitszuschauer verständlich genug, für den durchschnittlichen Serienzuschauer spannend und inhaltlich interessant genug, und für Serienliebhaber  mit genügend Diskussions- und Spekulationsstoff versehen sind , damit so viele Zielgruppen wie möglich dadurch angesprochen werden und den Geschichten somit ein erfolgreiches und langes Leben (on und off Screen) beschieden werden kann.

Was er auch gut kann ist, alte Stoffe, die in den Köpfen der Zuschauer bereits gewisse Assoziationen wecken, in einer neuen, modernen Art zu revitalisieren und gleichzeitig den Flair und Charme des Originals zu würdigen. Ich mochte sowohl seinen Star Trek – Reboot als auch die Wiederauferstehung der Macht im 7. Star Wars Film.

Jonathan Nolan, Drehbuchautor der Filme Memento (2000, Regie Bruder Christopher) und Prestige – Meister der Magie (2006) sowie von The Dark Knight Rises (2012) und Interstellar (2014). Da ich die alle gut fand, macht mir das – ähnlich wie bei der Erwähnung des Namens Michael Crichton – alleine schon Vorfreude genug, um zumindest die erste Staffel von Westworld alleine schon deswegen anzusehen.

Wer die genannten Filme alle nicht so toll fand, wird wohl eher nicht so vorfreudig sein. Aber so isses nun mal in der Welt. Man kann’s nicht immer allen recht machen.

 

3. Ensemblestück mit dem Potential zum Longrunner

Da Game of Thrones sich nach erfolgreichen  6 Staffeln ja bald dem Ende zuneigen wird, liegt natürlich der Verdacht nahe, dass HBO sich mit Westworld einen neuen Longrunner schaffen möchte.

Diese Vermutung verdichtet sich bereits nach dem Pilotfilm, da dieser einerseits sehr generös mit der Eröffnung zahlreicher Themen, Storylines und Mysterien umgeht , andererseits auch schon sehr gut sichtbar macht dass es, wie bei Game of Thrones, keine  wirkliche Trennung zwischen  Haupt- und Nebenrollen zu geben scheint, sondern die Serie als Ensemblestück  konzipiert wurde, was sehr viel Potential schafft um sowohl Backstories  diverser Charaktere als auch ihre wahren Pläne und Motive über viele, viele Folgen hinweg zu enthüllen und auf eine intelligente und spannende Weise weiter zu spinnen.

 

 4. Anthony Hopkins !!!

Am meisten freut mich, dass HBO es geschafft hat, neben vielen anderen wirklich guten Darstellern wie Ed Harris (der nichts Gutes verheißende Man in Black), Evan Rachel Wood (die Androidin Dolores, welche schon am längsten im Westworld – Themenpark ihre Dienste verrichtet und, ähnlich wie Neo in der Matrix oder Alice im Wunderland zu ahnen scheint, dass da irgendwas mit ihrer Lebenswelt nicht stimmt), Thandie Newton (als ebenfalls zu Selbstbewußtsein erwachende Androidin Maeve)  und James Marsden (als Teddy, der Androide der als Plot Point für die Ingangsetzung von Handlungssträngen fungiert ), auch Sir Anthony Hopkins (als Dr. Ford, Gründervater von Westworld,  eine zwielichtige Variante des John Hammond aus Jurassic Park) für die Serie mit ins Boot zu holen.

Es ist verdammt lange her, dass ich ihn das letzte Mal in einem Kinofilm gesehen hatte, und ich dachte schon er wäre langsam wohl zu alt um sich das noch anzutun. Zum Glück wurde ich da schon besser belehrt.Wenn ich so nachdenke gibt es wenige Darsteller die einen zwielichtigen Charakter mit vielen Ecken und Kanten, nebulöser Vergangenheit sowie unklaren Plänen und Motiven so „lebensecht“ rüberbringen können. Was das angeht kann er sich in Westworld ja ein letztes Mal so richtig austoben. Bereits im Pilotfilm war da ja schon einiges mit drin, und es wird sicher noch viel weiter ausgebaut.

 

Bisher habe ich die ersten 4 Episoden gesehen und muss sagen, dass ich in der Tat Lust auf mehr bekommen habe.

Daher habe ich vor auch kurze Review – Beiträge zu posten

Fragen an die Leserschaft:

Was haltet ihr von der Idee aus Westworld eine Serie zu machen ? Habt ihr schon reingeschaut ? Wie findet ihr die Serie bisher ?

Eure Eindrücke könnt ihr unten in den Kommentaren posten. Über Rückmeldungen freue ich mich immer !

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